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[meinung]
meinung >> 2010 >> 100208_01

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Wolfgang Pfeiffer schrieb am 10.02.2010
@Michael: FNUM zu ernst genommen?
Eine Überbewertung (im Sinne von "antifaschistischem Aktionismus") ist sicherlich nicht angesagt. Aber, betrachtet man den Raum Angermünde, dann ist schon folgendes interessant:
1. lt. Polizeistatistik 2009 entfallen PMKs je 100 TSD EW auf die Städte der Uckermark wie folgt:
Prenzlau: 198
Angermünde: 197 (!)
Schwedt: 85
Templin: 115
Angermünde war also 2009 "gut" vertreten, auch wenn es sich bei dem PMKs überwiegend um sog. Propagandadelikte handelt. Und in der einen oder anderen Weise bestehen bei der Mehrzahl dieser Delikte Verbindungen zu "unseren" FNUMlern.
2. Nicht in dieser Statistik tauchen z. B. die Unzahl von rechtsextremistischen Spukkis auf, die - immer haarscharf an der Legalitätsgrenze vorbei - entweder Rudolf Hess feiern, Ausländer raus haben wollen oder ähnliche Tendenz haben. Es wurden allein gestern in der Angermünder Innenstadt ca. 50-60 davon gezählt bzw. auch teilweise entfernt; sie alle zu entfernen, bedarf es bei der Witterung einiger Anstrengung. Man will also im öffentlichen Raum präsent sein!
3. Die FMUMler rufen selbstverständlich zur Teilnahme an der zentralen RE-Demo am 13.02 in Dreden auf. Also auch hier Vernetzungsbestrebungen.
4. Die eigenen öffentliche Aktionen der FNUMler mögen "eigentümlich" (Michael) sein. Sie zeugen aber von dem Versuch, sich im öffentlichen Raum zu präsentieren. Zusammengefasst lässt sich also sagen: es steht ausser Frage, dass im Raum Angermünde ein aktionsbereites Potenzial von rechtsextremistisch gesinnten Jugendlichen existiert, die untereinander Kontakt haben und die nach einem öffentlich sichtbaren, gesinnungskonformen Betätigungsfeld suchen. Es fehlt jetzt nur eine entsprechende Führungsperson aus dem rechtsextremen Umfeld und wir haben den Salat!
So lange sollten wir nicht warten. Beobachtung ist die eine Sache, aber die andere Frage ist, wie die kommunalen Entscheidungsträger,denen die Situation bekannt ist und die bürgerschaftlchen Institutionen in Angermünde agieren. Ich sage ausdrücklich "agieren" damit daraus nicht später wieder ein "RE-agieren" werden muss!

Michael schrieb am 08.02.2010
schön was über die gruppe zu erfahren, aber für meinen eindruck werden die zu ernst genommen, ich hatte schon vor einigen wochen meinen kommentar auf gegenrede.info abgegeben...
ihre "politischen ziele" sind nur wortgetreue auszüge aus denen der kmob.de "kameradschaft märkisch-oder-barnim", die scheinen mir da schon ein bischen pfiffiger zu sein.
die ausführungen des herrn pfeiffer sind interessant im bezug auf die frage nach dem, was da nach der vorstellung radikaler rechter kommen möge, im oft propagierten "kampf um deutschland". es ist ganz offensichtlich der bürgerkrieg, wofür gäbe es sonst wehrsportübungen für die großen und kinderferienlager für die kleinen rechten? hinzu kommt nach meinem eindruck, dass auch unsere burschen hier (fnum) fest zur überzeugung gekommen sind, dass unser "krankes system" auf untergang programmiert ist und nur der richtige moment abgepasst werden müsse, um zu zuschlagen.
ob sich auch nur ein einziger der fnumler im klaren darüber ist, was da tatsächlich auf ihn zu käme ist nicht anzunehmen. ihre kommentare im neu eingerichteten forum (bisher ausschließlich 2 und diese bezogen auf ein verbot von gegenrede.info) verraten keinen besonders hellen geist und zeugen von wenig öffenlichem mitteilungsbedürfnis, vermutlich aus angst sich wieder zu blamieren.
ich denke die fnumler sind sicher nicht ungefährlich, gewaltbereitschaft unter ihren mitgliedern ist hinlänglich dokumentiert. ihre versuche der ideologischen auseinandersetzung wirken jedoch nur billig imitiert. heimliche kranzniederlegungen oder eine eigentümliche mini-spontandemo auf dem marktplatz in angermünde sind die ausnahmen.
auf jeden fall ist es gut zu wissen, dass die gruppe bald noch genauer beobachtet wird, und das nicht nur durch uns, von außen...

Wolfgang Pfeiffer schrieb am 08.02.2010
Der Artikel beleuchtet gut die völkischen Hintergründe der FNUMler und deren Umfeld.
Dass es nicht um Forderungen geht, die sich auch nur entfernt der bundesdeutchen Realität beugen, zeigt das Gerede von der "humanen, aber unabdingbaren und schnellen Rückführung von Ausländern in ihre natürlichen Heimatländer" seitens der FNUMler. Die ganze Demagogie dieser Forderung tritt zu Tage, wenn man sich vor Augen hält, dass in Deutschland ca. 7 Mio Ausländer leben! Abgesehen von der simplen Frage, was denn dann mit der bundesdeutschen Wirtschaft geschehen möge, steckt aber noch ein weiteres "Detail" in dieser Fordrung und das ist überhaupt nicht "human": wer versuchte, 7 Mio Menschen aus Deutschland "unabdingbar und schnell" zu entfernen, der nimmt bewusst das Risiko eines Bürgerkriegs in Kauf!

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