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[meinung] | meinung >> 2010 >> 100723_01 | |
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Wolfgang P. schrieb am 23.07.2010
Sind 2 Jahre lang genug, um eine solch verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Ermordung von Bernd K. in der Stadt Templin vergessen zu machen? Kollektiver Gedächtnisschwund oder kollektives Verdrängen oder einfach die Unfähigkeit zu trauern? Natürlich: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich (und viele andere) habe das Datum auch "vergessen". Danke für die Errinnerung daran, auch wenn es ein schmerzliches Datum ist!
Die Email von Z. ist menschenverachtend und abscheulich. Gut, dass dessen Anonymität dank der Gedächtnisfähigkeit des Internet hinfällig ist. Der Inhalt der Email errinnert mich an das T-Shirt mit der Aufschrift "186:1", mit dem die Träger die Ermordung von 186 unschuldigen Menschen durch den rechtsradikalen Timothy McVeigh 1995 in den USA verherrlichen. Z. rechtfertigt die Ermordung Ks und ruft damit indirekt zu Nachfolgetaten auf. Ist das nicht auch ein Fall für den Staatsanwalt?
Die Stadt Templin sollte sich ihrer Verantwortung bewußt werden und Bernd K. in ihre kollektive Erinnerung aufnehmen, in welcher Form auch immer. Und sei es nur, damit der 22. Juli uns allen als Mahnung in Erinnerung bleibt.
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