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29.05.2008

„Nationale Bündnis für Preußen“ nicht das einzige rechte Opfer bei Domaindiebstählen

Der Ebreo Diebstahl II

Pinnow (ipr) Ähnlich wie dem „Nationale Bündnis für Preußen“ (NBP) ist auch dem Bernauer Rechtspopulisten, Zahnarzt und ex Schillpartei-Initiator für Brandenburg, Dirk Weßlau, eine Domain abhanden gekommen: „pro-brb.de“.

Über mehrere Monate befand sich „pro-brb.de“ im Besitz von Julia Ebreo, die mit einer fiktiven Adresse in Aachen bei der Registrierungsstelle für .de-Domains Denic gemeldet war. Heute ist bei der Denic stattdessen als Eigentümer Hans Schultz eingetragen. Dazu gibt es noch eine Berliner Adresse.

Ursprünglich war die Domain im Rahmen der Brandenburgische Landtagswahl 2004 als Plattform für „Bürgerinitiative Pro Brandenburg/Bürger rettet Brandenburg (BRB)“ eingerichtet worden. Eine Gruppierung, die ohne Erfolg versuchte, sich über eine rigide Ausländerpolitik und Parolen wie: „Wir sind die Alternative zum Brandenburger Parteienfilz!“ zu profilieren. Danach diente die Website der Barnimer Kreistagsfraktion von „Pro Barnim“ als Info-Seite, die sich nach erneuter Namensumbenennung bis vor kurzem „die Unabhängigen“ nannte. Heute präsentiert die Domain „pro-brb.de“ statt der Konterfeis der Kreistagsfraktionsmitglieder, Dirk Weßlau und Thomas Strese, Werbelinks für Lagertechnik und Regalsysteme. Die Domain ist Anfang des Jahres genau wie die des rechtsextremen „Nationalen Bündnis für Preußen“ durch Julia Ebreo gekidnappt worden (siehe auch).

Das ist allerdings nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen Dirk Weßlau und dem „Nationalen Bündnis für Preußen“. Im August 2004 berichtete die Antifa Bernau, dass dort "Pro Brandenburg/Bürger Rettet Brandenburg" Hand in Hand mit dem NBP bei diversen Montagsdemos gegen Hartz IV und Arbeitslosengeld II. demonstrierten, und dass dabei Dirk Weßlau, Thomas Strese und der ehemalige NPD Funktionär und Anführer der Bündnis-Preußen, Roy Grassmann, glänzend harmonisierten.

Obwohl Dirk Weßlau seit einigen Wochen über den Diebstahl seiner Domain informiert ist, hat er bisher nichts unternommen, den Link von seiner Website „dirk-wesslau.de“ zu „pro-brb.de“ zu löschen. Wie sieht er sich doch selbst so gern: Unabhängig, kritisch, konsequent. Vielleicht hat er ja auch einen Faible für innovative Geschäftsideen.

Im Vorfeld der Brandenburger Kommunalwahlen haben Dirk Weßlau und sein Mitstreiter Thomas Strese ihrer rechtspopulistischen Politik ein neues Kleid verpasst. Vor gut einer Woche schlossen sie sich im Barnimer Kreistag mit den Abgeordneten der BKB/Freie Wähler zur vierköpfigen Fraktion "Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegung" zusammen. Eine etwas erstaunliche Konstellation, da Johannes Madeja und Günther Spangenberg früher Bürgerbewegte waren.



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