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news >> 2014 >> 080717_01

17.07.2008

Potzlowtäter Sebastian F. erneut vor Gericht

Alle schlechten Thinge sind drei

Prenzlau (ipr) Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr muss sich Potzlowtäter Sebastian F. vor dem Prenzlauer Amtsgericht verantworten. Am Freitag, den 18. Juli lautet die Anklage auf Körperverletzung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Sebastian F. soll am 15. September 2007 in Templin einen deutschen Staatsbürger angegriffen und in zwei Mal ins Gesicht geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft ordnet das Opfer dem linken politischen Spektrum zu.

Seit dem 25. März diesen Jahres befindet sich Sebastian F., mitverantwortlich an der brutalen Ermordung des 17jährigen Schülers Marinus Schöberl im Juli 2002 in Potzlow, wegen Trunkenheit im Verkehr erneut für vier Monate hinter Gittern.

In einem weiteren Prozess am ersten April diesen Jahres war er vor dem Amtsgericht Prenzlau wegen Trunkenheit im Verkehr und unerlaubten Waffenbesitzes zu weiteren acht Monaten Haft verurteilt worden.

Mitte November 2007 war Sebastian F. der Polizei in einer Gruppe von mehr als 20 Rechtsextremen aufgefallen, die ein Konzert in der Templiner Magdalenen-Kirche mit lauten „Sieg Heil!“-Rufen und anderen Parolen störten. Die Polizei verwies damals die Rechtsextremen des Platzes. Vier Männer wurden in Gewahrsam genommen. Darunter war Sebastian F.. Gegen drei von ihnen ermittelte die Polizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gegen Sebastian F. wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Bei ihm hatten die Beamten einen Schlagring gefunden.

Da er sich nur auf Bewährung in Freiheit befand, muss davon ausgegangen werden, dass er seine Reststrafe von knapp einem Jahr ebenfalls noch absitzen muss. Der Widerruf der Bewährung wurde von der Staatsanwaltschaft bereits beantragt. Das kann bedeuten, dass Sebastian F. die nächsten zwei Jahre in Haft verbringen muss. Zum Prozess am Freitag wird er aus dem Gefängnis anreisen.



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