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news >> 2014 >> 100130_01

30.01.2010

Ehemaliges Stasi-Gelände in Biesenthal soll zum Wald werden

NPD Barnim-Uckermark (BUM) kündigt weitere Rechtsrockkonzerte an

Pinnow (ipr) Die Ankündigung des Barnimer Schutzbereichsleiters der Polizei, Hans-Jürgen Willuda, während des Besuches des neuen Brandenburgischen Innenministers Rainer Speer, dass weder in Finowfurt noch in Biesenthal künftig rechtsextreme Skinheadkonzerte stattfinden werden, kontert die NPD BUM mit der Ankündigung, weitere Konzerte veranstalten zu wollen und gegen deren Verbote zu klagen.

Des Weiteren behauptet die NPD, dass bereits mehrere Klagen auf den Weg gebracht worden seien, um die präventiven Verbote von Konzertveranstaltung zu unterbinden. Vorsichtshalber werden aber keine Gerichte genannt, die sich mit diesen Klagen befassen sollen. Wörtlich heißt es in der Kampfansage gegen den Barnimer Schutzbereichsleiter: "Denn Eines sei diesem ehrgeizigen 'Kämpfer gegen rechts' schon jetzt mitgeteilt, wir werden nicht länger kampflos zusehen, wie das Recht von karrieregeilen 'Gutmenschen' weiter mit Füßen getreten wird. Und wir werden sehen, Herr Willuda, ob es im Barnim, nach Ihrem Terminus, 'rechtsextreme Skinheadkonzerte' geben wird."

Fragt sich nur wo?

Viele Orte gibt es ja nicht mehr im Barnim und der Uckermark in denen Konzerte veranstaltet werden können. Im Barnim kommen als Veranstaltungsorte der "Alte Dorfkrug" in Schönow, das Privatgelände des DVU-Funktionärs Klaus Mann in Finowfurt infrage. In der Uckermark gibt es lediglich das Grundstück der Kreistagsabgeordneten Irmgard Hack als sicheren Veranstaltungsort. Die Gebäude auf dem von der NPD mehrfach für Feiern und Rechtsrockkonzerte genutzten ehemaligen Stasi-Gelände beziehungsweise Asylbewerberheim in Biesenthal sind seit letztem Jahr baupolizeilich gesperrt.

Dazu kommt, dass die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung in ihrer letzten Sitzung eine Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen hat, wie das "Rechercheteam Biesenthal" berichtet. Direkt davon betroffen ist eben jenes von der NPD genutztes Gelände. Es ist ab sofort als Waldfläche ausgewiesen. Die einzige Stimme gegen diesen Beschluss kam vom NPD-Stadtverordneten Mike Sandow. Natürlich gilt ein Bestandschutz für die Gebäude und ihre letzte Nutzung als Asylbewerberheim. Ein Abriss der Gebäude und eine anschließende Aufforstung ist allerdings erst einmal nicht zu erwarten. Jedoch werden die Möglichkeiten für Bau- und Umbaumaßnahmen erheblich eingeschränkt.

MV profitiert

Vielleicht auch deshalb finden sich vermehrt Uckermärker unter den Besuchern der Rechtsrockonzerte in Mecklenburg-Vorpommern. Dass sie dort sind, haben die Personenfeststellungen nach den Konzerten in Bismark und Löcknitz Ende des vergangenen Jahres ergeben.



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