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news >> 2011 >> 110117_01

17.01.2011

Prenzlau: Messerstiche am Neujahrsmorgen

Opfer aus dem Krankenhaus entlassen

Prenzlau (ipr) Der 29-jährige Maik K., der am Neujahrsmorgen von dem 17-jährigen Schüler Marcel G. am Georg-Dreke-Ring in Prenzlau niedergestochen worden sein soll, befindet sich nicht mehr in stationärer Behandlung. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Lolita Lodenkämper.

Der Schüler, der nach den Messerstichen in Gewahrsam genommen worden war, befand sich bereits am Abend des 1. Januar wieder auf freien Fuß. Gegen den 17-Jährigen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Lolita Lodenkämper will nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen eine Bedrohungs- und Notwehrsituation auch weiterhin nicht ausschließen.

Marcel G. spricht jedenfalls von Notwehr. Als so viele Glatzen auf ihn einschlugen, habe er irgendwann das Taschenmesser herausgeholt, das er am Silvesterabend auf einer Party gefunden und eingesteckt haben wollte, und damit wild um sich geschlagen. Laut Polizeibericht soll er das Opfer im Gesicht, am Hals und am Oberkörper verletzt haben. Er selbst habe Abschürfungen an der Stirn davon getragen, berichtet Marcel G.

Auslöser für die Streitereien soll die Kritik eines Nachbarn an der Hip-Hop-Musik gewesen sein, die Marcel G. vornehmlich hört. Dabei ging es sowohl um die Texte der Songs als auch um die Lautstärke mit der er sie hörte.

Bei Maik K. handelt es sich um ein langjähriges Mitglied der rechten Szene Prenzlaus. Er war im vergangenen Jahr noch auf einigen Demonstrationen gesehen worden. Unter anderem Ende März 2010 in Neuruppin als etwa 350 Rechtsextremisten für "Nationalen Sozialismus statt Kapitalfaschismus" demonstrierten.

Zu den Berichten der Mutter des Messerstechers, dass sich etwa eine Stunde nach den Auseinandersetzungen zwei Männer unter dem Vorwand Polizisten zu sein, widerrechtlich Zugang zu ihrer Wohnung verschafft und dort auf der Suche nach ihrem Sohn mehrere Personen bedroht und geschlagen hätten, wollte sich Lolita Lodenkämper nicht äußern.

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