![]() Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark |
19.01.2011 Über ein Jahr nach der Bambule in LöcknitzStaatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen 52 Rechte einLöcknitz (ipr) Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs gegen 52 Personen aus der rechten Szene sind eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gestern auf Nachfrage mit. Bei dem Versuch der Polizei am 29. Dezember 2009 ein Rechtsrockkonzert in Löcknitz (Uecker-Randow-Kreis) zu unterbinden, hatte es Stein- und Flaschenwürfe gegen die heranrückenden Polizisten gegeben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung mit der Schwierigkeit jeder einzelnen Person konkrete Taten nachzuweisen. Die Beschuldigten hätten sich außerdem nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es wäre auch nicht zu klären gewesen, ob sich die Personen zum Zeitpunkt der Stein- und Flaschenwürfe im Freien oder im Container befunden hätten Ursprünglich als private Weihnachtsfeier bezeichnet, war die Veranstaltung, die auf dem Firmengelände einer Schrott-, Metall- und Kfz-Verwertung in Löcknitz stattfinden sollte, schon im Voraus durch eine vom Amt Löcknitz/Penkun erlassene Ordnungsverfügung untersagt worden. Am selben Ort hat bereits im August 2009 ein als private Feier getarntes rechtes Konzert stattgefunden. (siehe auch) Die laut Beobachtern etwa 80 Beamten mussten sich während des Einsatzes zur Auflösung der Veranstaltung vor Flaschen- und Steinwürfen schützen. Die sich äußerst aggressiv und provozierend verhaltenden Veranstaltungsteilnehmer zogen sich letztendlich in den Container zurück. Für die festgestellten 52 Teilnehmer, im Alter zwischen 18 und 48 Jahren, die unter anderem aus Berlin, Brandenburg und Sachsen angereist waren, hatte der Abend in den Polizeirevieren Pasewalk, Ueckermünde und Anklam geendet. Freuen über die Einstellung ihres Verfahrens dürfen sich auch fünf Nazis aus der Uckermark. Sie kommen aus Schwedt, Angermünde, Prenzlau und Boitzenburg. |
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