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news >> 2011 >> 110211_01

11.02.2011

Templin und seine Problemkinder

Versuch mit der Freiheit abgebrochen

Prenzlau (ipr) Der rechte Schläger Patrick K. (25) aus Templin befindet sich seit dem 1. Februar in Untersuchungshaft. Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichts Prenzlau, Hans-Joachim Esche, auf Nachfrage.

14 Tage hatte Patrick K. sich auf Bewährung in Freiheit befunden. Dann hatte er Mitte November 2010 gemeinsam mit seinem Kumpel Thomas K. (42) wieder zugeschlagen. Beide Männer sollen am frühen Morgen kurz nach dem Verlassen einer Gaststätte über einen 34-jährigen Templiner im Petersilienweg hergefallen sein. Das Opfer erlitt laut Angabe der Polizei eine Verletzung am Kopf und sei ambulant behandelt worden. Der Grund für die Auseinandersetzung sei bislang unklar.

Die Staatsanwaltschaft in Neuruppin hatte den Fall zügig bearbeitet und am 14. Januar 2011 Anklage erhoben. Mit der Anklageerhebung erfolgte auch der Antrag auf einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr, dem dann von zuständigen Strafrichter stattgegeben wurde.

Unter dem Profilnamen "bin-bald-da" war er in der Online-Community "Jappy" auf Wohnungs- und Frauensuche gegangen. Am 20. November 2010 war er dann nach 25 Monaten Haft auf Bewährung bei einer Gesamtstrafe von etwa drei Jahren entlassen worden.

Seit dem 10. Oktober 2008 befand sich Patrick K. nicht mehr auf freiem Fuß. Ein paar Tage zuvor war er gemeinsam mit seinem Saufkumpan Thomas K. über zwei Gäste einer Lychener Kneipe hergefallen. Am 19. Februar 2009 waren beide dafür verurteilt worden. Thomas K. erhielt 8 Monate Haft, die zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt worden waren. Bewahrheiten sich die Vorwürfe gegen ihn, hätte auch er kurz vor Ende der Bewährungszeit erneut zugeschlagen.

Patrick K. gehört oder gehörte zur gewalttätigen rechtsextremen Szene Templins. Im Laufe eines Verfahrens im Februar 2009 hatte er sich vor Gericht von seinen ehemaligen Kameraden distanziert. Einige Rechte distanzierten sich damals gegenüber gegenrede.info auch von ihm. Er sei ein gefährlicher Schläger, der weggesperrt gehöre.

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