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news >> 2011 >> 110225_01

25.02.2011

Nachschlag für Templin

Gewalt am Ende einer Geburtstagsfeier

Templin (ipr) Der in Potsdam ansässige Verein Opferperspektive hat in dieser Woche seine Liste rechter Gewalttaten um eine weitere aus Templin ergänzt, die im November 2010 stattgefunden haben soll.

Die Opferperspektive beruft sich auf Informationen des Landeskriminalamtes. Danach sollen zwei Personen türkischer Herkunft aus rassistischen Gründen Opfer einer gefährlichen Körperverletzung geworden sein. Ein Tatverdächtiger soll ermittelt worden sein.

Eine Nachfrage bei der Pressestelle der Polizei des Schutzbereiches Uckermark brachte zumindest die Bestätigung, dass am 07.11.2010 bei der Polizei in Templin eine Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen worden war.

Kurz vor drei Uhr Morgens war die Templiner Polizei wegen einer angeblichen Massenschlägerei zu einer Geburtstagsfeier im Klub Treff Nr. 1 gerufen worden. Vor Ort bestätigte sich das allerdings nicht. Es gab unterschiedliche Versionen über das, was sich dort abgespielt haben sollte. Dazu kam, dass alle Anwesenden reichlich Alkohol genossen hatten, was deren Glaubwürdigkeit aus Sicht der Polizei nicht gerade erhöhte.

Einer der beiden Männer mit türkischem Migrationshintergrund gab an, das Opfer einer Schlägerei geworden zu sein. Mehre Personen sollen auf ihn eingeschlagen haben, nachdem er versucht hatte, eine Streitigkeit zwischen anderen Personen zu schlichten. Hinzu sollen Äußerungen wie "Türkenschwein" und "Ausländerschwein" gekommen sein. Laut Polizeiangaben soll der Mann leichte Verletzungen davongetragen haben.

Lolita Lodenkämper, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neuruppin, äußert sich sehr vorsichtig zu diesem Fall. Es gäbe keine unbeteiligten Zeugen, die das Geschehen beobachtet hätten. Fest stehe lediglich, dass es einen Streit zwischen der Ehefrau des Geburtstagskindes und einem der beiden türkischstämmigen Männer gegeben habe. Dabei sei die Frau beleidigt worden. Der Bruder der Frau habe sich eingemischt. Danach sei es dann lediglich zu einem Gerangel so die eine Seite oder zu den Schlägen, Tritten und Beleidigungen so die andere Seite gekommen. Die Ermittlungen seien da noch nicht abgeschlossen.



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