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news >> 2014 >> 110314_01

14.03.2011

"Blutzeugen"

Nazi-Propaganda im Uckermark Kurier

Prenzlau (ipr) Die Redakteurinnen der Prenzlauer Zeitung haben es mal wieder geschafft, Nazi-Propagandisten in ihrem Blättchen einen Platz einzuräumen. In der beliebten Samstagsrubrik "Wir begrüßen" konnte sich ein frisch gebackener Vater neben Kind und Frau in einem T-Shirt mit der Aufschrift "Blutzeugen" präsentieren.


Fan-Artikel der Nazi-Band "Blutzeugen"foto: ipr

Mit der Phrase "Blutzeugen der Bewegung" gedenken die Nazis den vermeintlichen Märtyrern ihrer nationalsozialistischen Bewegung. Ursprünglich galt der Begriff den sechzehn Nazis, die während des Hitler-Ludendorff-Putsches von November 1923 bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei getötet worden waren.

Auch die Katholische Kirche nutzt diesen Begriff für Menschen, die für ihren Glauben eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Allerdings kann man Christopher L. aus Eickstedt kaum den Hang zum katholischen Glauben unterstellen. Das "Blutzeugen" T-Shirt ist der Fan-Artikel einer gleichnamigen Rechtsrockband, die in diesem Jahr ihre erste CD veröffentlicht hat und mit so eindeutigen Titeln wie "Märtyrer des Reiches", "Einmarsch", "Breslau 1945" oder "Ein Volk, ein Weg" aufzuwarten weiß.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Geburtenpräsentation im Rahmen des Uckermark Kuriers zur politischen Demonstration rechten Gedankenguts genutzt werden konnte. Im vergangenen Jahr gelang es dem in Templin bekannten Rechtsextremisten Martin M., sich in der Zeitung mit Thorhammer am Hals, Londsdale T-Shirt und Baby im Arm symbolträchtig zu präsentieren. Kurze Zeit später war es der Freiwillige Feuerwehrmann Steven T. aus Templin, der sich mit Thor Steinar T-Shirt, Baby und Frau von einer Redakteurin ablichten ließ.



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