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news >> 2011 >> 110427_01

27.04.2011

In Angermünde lieferten sich im März 2010 etwa 20 Jugendliche eine Prügelei

Sechs ehemalige FNUMler müssen vor Gericht

Schwedt (ipr) Am 23. Mai werden sich sechs ehemaligen Angehörige der Freien Nationalisten Uckermark (FNUM) wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Schwedt verantworten müssen. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen etwa 20 jungen Männern im März 2010 vor dem Angermünder Bahnhof.

Im März 2010 hatten sich vor dem Angermünder Bahnhof Angehörige zweier Jugendgruppen gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Neben Fäusten und Springerstiefeln waren nach Angaben der Pressestelle der Polizei des Schutzbereiches Uckermark damals auch Reizgas, Flaschen als Wurfgeschosse und ein Teleskopschlagstock aus Metall zum Einsatz gekommen. Insgesamt sollen etwa 20 Personen in die Streitereien einbezogen gewesen sein. Darunter auch einige Personen, die den mittlerweile aufgelösten Freien Nationalisten Uckermark (FNUM) zuzurechnen waren und die heute bei den Nationalen Sozialisten Barnim Uckermark (NSBUM) organisiert sind.

Erster Prozess

Im Januar 2011 hatte sich bereits der Schwedter Tim H. in diesem Fall wegen Körperverletzung vor dem Jugendrichter am Amtsgericht Schwedt verantworten müssen. Das Verfahren war gegen eine Arbeitsauflage von 10 Stunden vorläufig eingestellt worden. Die Verhandlung im Januar fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Tim H. hatte die Schlägerei im März 2010 eröffnet und war auf einen FNUMler losgegangen. Laut Aussage des Gerichtssprechers waren zur Verhandlung keine weiteren Zeugen geladen worden. Das Gericht sei von Provokationen im Vorfeld durch das Opfer ausgegangen.



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