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news >> 2014 >> 110502_01

02.05.2011

Angermünde: Osterfeuer

Nazi zündelte an der Ehm-Welk Oberschule

Angermünde (ipr) Ein 25-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, für den Brand am Ostersonntag an der Ehm-Welk Oberschule in Angermünde verantwortlich zu sein, zählt nach Informationen von gegenrede.info zur dortigen rechten Szene. Die Pressestelle der Polizei wollte sich dazu allerdings nicht äußern.

Auf die rechte Spur war gegenrede.info in der vergangen Woche durch einen Tippgeber gebracht worden, der gegen halb Drei in der Nacht vor der Brandstiftung einen betrunken wirkenden Rechten aus Angermünde gesehen haben will, der den Nationalen Sozialisten Barnim-Uckermark (NS-BUM) zuzurechnen ist. Der Rechtsextremist soll sich gemeinsam mit vier Jugendlichen oder Heranwachsenden gegenüber der Ehm-Welk Oberschule aufgehalten haben.

Die Polizei war am Ostersonntagmorgen nachdem das Feuer entdeckt worden war in der Nähe der Schule auf den jetzt Tatverdächtigen gestoßen und hatte ihn mit auf die Wache genommen. Nach einer ersten Anhörung war er wieder entlassen worden. Zu den Hintergründen der Tat kann die Pressestelle der Polizei bis heute noch nichts mitteilen. Es werde weiter ermittelt, hieß es dazu nur.

Bestätigt wurde allerdings, dass es an diesem Ostermorgen nicht das erste Zusammentreffen des vermeintlichen Brandstifters mit der Polizei war. Wenige Stunden zuvor waren die Beamten zu einer Auseinandersetzung gerufen worden. Der 25-Jährige soll dort nach einem Streit an einer Wohnungstür sein Messer gezückt und in die kurz zuvor geschlossene Tür gerammt haben.

Kurz vor sechs Uhr am Ostersonntag war das Feuer an der Mensa der Ehm-Welk Oberschule entdeckt worden. Auf der Rückseite des Gebäudes waren zwei Mülltonnen in Brand gesetzt worden. Die Flammen hatten beim Eintreffen der Feuerwehr bereits auf das Gebäude übergegriffen. Teile des Daches waren ebenfalls entzündet. Die Freiwillige Feuerwehr hatte zwei Stunden zu tun, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Behörden schätzen den Schaden laut Märkischer Oderzeitung auf 200 000 Euro.



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