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uckermark-news >> 2008 >>

31.12.2008

Nach Hitlergruß und Körperverletzung im Regionalexpress

Täter kommt mit blauem Auge davon

Schwedt (ipr) Gestern wurde vor dem Schwedter Amtsgericht ein 52-jähriger Berliner wegen Körperverletzung zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wird. Zusätzlich muss er eine Geldstrafe von 600 Euro an eine karitative Einrichtung entrichten. Vom Vorwurf, den Hitlergruß in der Öffentlichkeit gezeigt zu haben, wurde er freigesprochen.

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30.12.2008

Prozess um Mord in Templin beginnt im Januar

Rechte Gesinnung als Motiv

Neuruppin (ipr) Der Prozess um den Mord an dem 55-Jährigen Arbeitslosen Bernd K. in Templin wird voraussichtlich am 19. Januar 2009 beginnen. Angeklagt sind zwei Männer aus der rechtsextremen Szene Templins, Christian W. und Sven P., die ihr Opfer aus niedrigen Beweggründen getötet haben sollen.

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23.12.2008

Erneut Hakenkreuzschmierereien in Angermünde

Einmal um den Block

Angermünde (ipr) In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte in Angermünde zahlreiche Hakenkreuzschmierereien angebracht, berichtet Ingo Heese von der Pressestelle der Polizei des Schutzbereiches Uckermark. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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17.12.2008

Gegen jugendliche Fußballfans aus Schwedt wird wegen Volksverhetzung ermittelt

Erschrecken über das U-Bahn-Lied

Schwedt (ipr) Das Verhalten jugendlicher Fans des Fußballclubs Schwedt 02, die am Wochenende antisemitische Parolen bei einem Pokalspiel skandiert haben, wird nicht nur ein jurisitisches Nachspiel haben. So ist der Vorstand des Fußballclubs am Mittwoch zu einem Gespräch bei Bürgermeister Jürgen Polzehl eingeladen, berichtete die Märkische Oderzeitung (MOZ) in ihrer gestrigen Ausgabe.

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16.12.2008

Prenzlauer Polizei beendet Feier der rechten Szene

Aus Alkoholmangel wird räuberischer Diebstahl

Prenzlau (ipr) Durch Zufall ist die Polizei letzten Samstag auf Feierlichten von Angehörigen der rechten Szene in Prenzlau gestoßen und hat diese beendet.

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23.02.2017

Mehr antisemitische Vorfälle in Berlin

Die Berliner Dokumentationsstelle RIAS verzeichnete im Jahr 2016 470 antisemitische Vorfälle. Das sind 65 mehr als noch im Vorjahr, ein Anstieg von 16 Prozent. Die Berliner Polizei hatte Anfang Februar in einer vorläufigen Statistik von 173 antisemitischen Straftaten in der Hauptstadt im Vorjahr gesprochen. Doch in der Zählung der Behörde taucht nur auf, was strafrechtlich relevant ist – die alltäglichen Pöbeleien und Beleidigungen fallen da jedoch oft durchs Raster.


22.02.2017

Nazi-Plakate in Pasewalk

Bisher unbekannte Personen haben in Pasewalk insgesamt zehn ausländerfeindliche Plakate mit einer Größe von 30 mal 40 Zentimeter gehängt. Diese beinhalteten die Schriftzüge "Für den nationalen Sozialismus - NS Area", "Revolutionäre Jugend" und "Stoppt die Asylflut".


09.02.2017

SEK gegen Cottbusser Reichsbürger

Die Website "magnumania.de" führt zu einem Cottbusser Outdoor-Laden mit Waffenverkauf und Militariaklamotten dessen Eigentümerin sich selbstverwalter- typisch zwischen Vor- und Nachnamen mit den Buchstaben "a.d.F." aus der Familie schmückt. Ihr Lebensgefährte - Eigentümer der Domain "magnumania.de" - führt diese drei Buchstaben ebenfalls im Namen. Nachzulesen auf "freistaat-preussen.info" Provinzverwaltung Brandenburg.

Magnumania steht synonym für "combat fighting" oder IPSC-Schießen. Wer Reichsbürger ist, einen Haftbefehl auf Schulden hat und auf diesen Schießsport steht, muss sich nicht wundern, wenn Brandenburg seine Kavallerie losschickt, um den Haftbefehl durchzusetzen.

So geschehen am Mittwoch in Cottbus. Die Beamten durchsuchte den Laden, zeit- gleich nahm ein Spezialeinsatzkommando den 55-Jährigen Betreiber des Geschäfts in seiner Wohnung fest. Zusammen mit seiner 30-Jährigen Frau soll er in seinem Geschäft und über das Internet Schreck- schusspistolen verkauft haben, ohne eine Waffenhandelserlaubnis zu besitzen.

Diese Erlaubnis soll ihm 2014 entzogen worden sein, weil er der Reichsbürger -Szene angehört. Aufforderungen, den Laden zu schließen, kam er nicht nach, zudem weigerte er sich, Steuern zu bezahlen. Rund 30.000 Euro Steuerschul- den sollen es inzwischen sein.


08.02.2017

Neue Masche gegen Reichsbürger

In mehreren Bundesländern sind Objekte sogenannter Reichsbürger durchsucht worden. Die Durchsuchungen von Staatsanwaltschaft und Polizei richteten sich gegen 16 Beschuldigte im Alter von 40 bis 66 Jahren, die zur Gruppierung "Bundesstaat Bayern" gehören.

Die Tatverdächtigen, darunter zwei Frauen, werden unter anderem der banden- und gewerbsmäßigen Urkundenfälschung verdächtigt. Zudem geht es um Amtsanma- ßung. Bei den Hausdurchsuchungen von 15 Objekten sollen Beweismittel gesichert werden. Bisher galten die Urkunden der Reichsbürger immer als Fantasiepapiere.

Neben zwölf Objekten in Bayern wurden auch zwei Wohnungen oder Geschäfts- räume in Rheinland-Pfalz sowie ein Objekt in Baden-Württemberg durchsucht. An den Razzien waren an die 250 Beamte, darunter auch Spezialeinheiten, beteiligt.


06.02.2017

Molli auf Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte haben eine Glasflasche mit einer brennenden Flüssigkeit auf den Innenhof einer Asylunterkunft in Alsbach-Hähnlein geworfen. Wie die Polizei mitteilte, hatten Bewohner am Freitagabend einen Knall gehört und Feuer gesehen. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Menschen auf dem Hof. Die Bewohner löschten den Brand, bevor die Feuerwehr eintraf. Verletzt wurde niemand.


24.01.2017

Der Terror-Druide

Burkhard B. alias Druide Burgos von Buchonia soll eine terroristische Vereini- gung gebildet haben. Das geht aus den Ermittlungen des Generalbundesanwalts hervor. Der Mann soll demnach Anschläge auf Juden und Asylbewerber geplant haben. Er soll Holocaustleugner, Antisemit, Nazi und Reichsbürger sein.

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch- morgen mit einem Großaufgebot von rund 200 Beamten zwölf Wohnungen und weitere Räume in sechs Bundesländern durchsuchen lassen. Bei einer Razzia im brandenburgischen Rietz-Neuendorf (Oder-Spree) wurden auch Waffen und scharfe Munition gefunden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Erkenntnisse zu konkreten Anschlagsplänen lägen jedoch nicht vor. Es gibt Hinweise, dass es Buchonia war, der in Brandenburg verhaftet worden ist.


24.01.2017

Polizisten auf Waffensuche

Die Berliner Zeitung berichtet, dass Polizisten und Zollfahnder mit einer bundesweiten Großrazzia am Dienstag gegen Kunden des Online-Shops "Migrantenschreck" vorgegangen sind.

Insgesamt wurden Wohnungen und Geschäftsräume von 29 Tatverdächtigen in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen durchsucht.

Den Beschuldigten im Alter von 25 bis 72 Jahren wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr im Internetshop "Migrantenschreck", der mutmaßlich von Ungarn aus betrieben wird, erlaubnispflichtige Schusswaffen gekauft zu haben.


11.01.2017

Reichsbürger dürfen keine Beamte sein

Zeit-Online berichtet, dass Bundesinnenminister Thomas de Maizière ein hartes Vorgehen gegen Beamte fordert, die den sogenannten Reichsbürgern ange- hören. "Man kann nicht zugleich auf unsere demokratische Verfassung schwören und sie gleichzeitig ablehnen", sagte der Christ- demokrat bei der Jahrestagung des Beam- tenbundes dbb, die in Köln stattfindet. Es sei "richtig und notwendig, dass Beamte, die sich der Reichsbürgerbewegung anschließen, sofort vom Dienst suspendiert und entlassen werden".


09.01.2017

Vier Verletzte bei rassistischem Angriff

Die Ostseezeitung berichtet, dass bei einem mutmaßlich rassistischen Angriff in Güstrow (MV) fünf junge Männer im Alter zwischen 15 und 22 Jahren in der Nacht zu Samstag am Bahnhof vier Männer leicht verletzt haben. Die Opfer waren nach Aussagen von Zeugen Ausländer. Ein Tatverdächtiger rief nach ersten Erkenntnissen der Polizei rassistische Parolen. Der Großteil der mutmaßlichen Täter sei der Polizei bekannt. Gegen ein Mitglied lägen zudem Erkenntnisse des Staatsschutzes vor.


06.01.2017

Syrer zusammengeschlagen

Das Neue Deutschland berichtet, dass im sächsischen Meerane in der Silvesternacht ein Syrer aus einer Gruppe von Jugendlichen angegriffen und verletzt worden ist. Dem 21-Jährigen wurde mit einem Bierflaschen gefüllter Rucksack auf den Kopf geschlagen, sodass er bewusstlos zusammensackte. Auf dem Boden liegend sei weiter auf ihn eingetreten worden. Vom Notarzt versorgt wurde der Syrer ins Krankenhaus gebracht, wo er bis zum nächsten Tag zur Beobachtung bleiben musste. Ein 15-jähriger befreundeter Syrer konnte sich in Sicherheit bringen. Die Polizei sucht dringend Zeugen.


05.01.2017

Nazi-Konzert verhindert

Das Nachrichtenportal "thueringen24.de" berichtet, Polizei hat in Altenburg nach eigenen Angaben ein Neonazi-Konzert verhindert hat. Die Beamten waren zuvor Hinweisen nachgegangen, dass sich Teilnehmer aus der rechten Szene in einer Gaststätte treffen wollten. Dabei fanden die Ermittler heraus, wo genau das Konzert stattfinden sollte. Die Beamten rückten aus, unterdessen hatte der Vermieter hatte dem Veranstalter das Hausrecht entzogen, wodurch das als Geburtstagsfeier getarnte Konzert untersagt werden konnte.


03.01.2017

Nazi-Mucke für den Index

Das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg hat im vergangenen Jahr zahlreiche Medien als jugendgefährdend zur Indizierung angezeigt. Bis Mitte Dezember wurden 59 Tonträger bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorgelegt, teilte das Innenministerium am Dienstag in Potsdam mit. 58 Indizierungsanträge betrafen Nazi-Musik. Ein Antrag linke Musik. 2015 hatte das LKA insgesamt 62 Indizierungen beantragt. Kein anderes Bundesland hat in den letzten Jahren derart viele CDs bei der Prüfstelle gemeldet.


02.01.2017

Teils schwere Verletzungen

Die taz berichtet über einem Angriff von Nazis im sächsischen Bautzen auf mehrere Mitglieder des Linken-Jugendverbandes. Bei dem Vorfall auf dem Kornmarkt am Freitagabend habe unter anderem ein Jugendlicher einen Kieferbruch und eine junge Frau eine Schädelprellung erlitten, teilte der Landesverband der Partei am Samstag in Dresden mit.

Die Polizei war bemüht, den linken Jugendlichen eine Teilschuld dafür zu geben, dass die Situation eskalierte. Sie sprach von "Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen", von denen sieben "augenscheinlich dem linken Spektrum" zuzurechnen seien.

[rückblick 2014]