Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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05.03.2010
Prenzlau (ipr) Die NPD-Prenzlau verheimlicht ihren Anhängern weiterhin, dass der Kreistagsabgeordnete Andy Kucharzewski die Partei bereits im Oktober vergangen Jahres verlassen hat. Sie präsentiert sogar ein Foto von ihm als Kreistagsabgeordneten auf ihrer Website.
03.03.2010
Bad Freienwalde (ipr) War es ein Missgeschick oder ein geschickter Propaganda-Coup? Tauchte doch kurzfristig auf der Website der "Kameradschaft Märkisch Oder Barnim" (KMOB) eine Liste mit einer Demo-Planung auf, die beginnend ab 29. Mai in Bernau sieben Demonstrationen innerhalb von sechs Wochen vorsieht.
01.03.2010
Neuruppin (ipr) Das Tragen eines Sweatshirts der Marke Consdaple bringt jetzt einen 33-jährigen Mann aus Templin hinter Gitter. Das Landgericht Neuruppin bestätigte in der vergangenen Woche in einer Berufungsverhandlung ein Urteil des Amtsgerichts Prenzlau.
26.02.2010
Pinnow (ipr) Der bekennende Rechtsextremist Christoph Z. wird am kommenden Sonntag erneut der Wahlvorsteher im Wahlbezirk des kleinen uckermärkischen Dorfes Wollin sein. Das bestätigte die Wahlleiterin des Amtes Gramzow, Antje Lobback. Weitere Rechtsextremisten befänden sich allerdings nicht im Wahlvorstand.
25.02.2010
Prenzlau (ipr) Gestern wurden vor dem Jugendrichter des Amtsgerichtes Prenzlau der 20-jährige Patrick G. und der 19-jährige Martin W. wegen Körperverletzung und gemeinschaftlich begangener Nötigung zu einer Geldstrafe von 70 beziehungsweise 40 Tagessätzen von je 10 Euro verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.